Lösungen · Cloud-Verschlüsselung

Microsoft 365 verschlüsseln, bevor die Daten das Haus verlassen

Ein Verschlüsselungs-Gateway sitzt zwischen Ihren Mitarbeitenden und der Cloud. Dokumente, E-Mails und Felder werden verschlüsselt, bevor sie Microsoft, Google oder AWS erreichen, und die Schlüssel bleiben bei Ihnen. Der Anbieter speichert Chiffrat, das er weder lesen noch durchsuchen noch herausgeben kann. Ihre Teams arbeiten in denselben Werkzeugen weiter.

Das Problem: Sie können nicht weg, und Sie können nicht bleiben wie bisher

Die wenigsten Organisationen können Microsoft 365, Google Workspace oder AWS über Nacht verlassen. Die Lizenzen sind unterschrieben, die Abläufe gebaut, die Leute kennen die Oberfläche. Gleichzeitig hat sich der rechtliche Boden verschoben: Ein US-Anbieter unterliegt dem CLOUD Act, gleich in welchem Land das Rechenzentrum steht, und seit Schrems II muss eine europäische Organisation erklären können, was die Daten tatsächlich schützt, nicht nur, wo sie liegen.

Dazwischen bleibt eine Lücke, die Verträge nicht schließen. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag regelt Verhalten, nicht Fähigkeit. Solange der Anbieter lesbare Daten hält, kann er zur Herausgabe verpflichtet werden. Verschlüsselung ist die einzige Maßnahme, die verändert, was technisch möglich ist, statt was vertraglich zugesagt wurde.


So funktioniert es

Gemeinsam mit unserem Partner eperi setzen wir ein Gateway vor den Cloud-Dienst. Am Arbeitstag Ihrer Mitarbeitenden ändert sich nichts.

Jemand erstellt ein Dokument

Eine E-Mail schreiben, eine Datei speichern, ein Feld in einer Cloud-Anwendung füllen — die gewohnte Arbeit im gewohnten Werkzeug.

Das Gateway verschlüsselt sofort

Die Verschlüsselung passiert, bevor die Daten Ihr Netz verlassen. Die Schlüssel entstehen und bleiben auf Ihrer Seite, nie beim Cloud-Anbieter.

Der Anbieter speichert Chiffrat

Was in der Cloud ankommt, lässt sich nicht lesen, indexieren, auswerten, zum Training verwenden oder auf behördliche Anordnung herausgeben.

Ihre Leute arbeiten wie vorher

Suche, Sortierung und die vertraute Oberfläche funktionieren weiter, weil das Gateway auf dem Rückweg für die von Ihnen berechtigten Personen entschlüsselt.


Was es ersetzt

Das ist der schnellste unserer vier Wege zur Souveränität, weil er das Risiko verändert, ohne die Plattform zu wechseln. Häufig ist er der erste Schritt, während eine längere Migration noch geplant wird.

Kein Migrationsprojekt

Tenant, Lizenzen und Abläufe bleiben, wo sie sind. Nichts muss exportiert, neu zugeordnet oder neu geschult werden.

Eine technische Antwort statt einer vertraglichen

Statt auf Zusagen über das Verhalten des Anbieters zu vertrauen, nehmen Sie ihm die Möglichkeit, die Daten überhaupt zu lesen.

Die Entscheidung bleibt offen

Verschlüsselung heute bindet Sie nicht. Wenn Sie später Workloads auf souveräne Infrastruktur holen, zieht das Gateway mit um.


Für wen das gedacht ist

DSGVO-pflichtige Organisationen, die bei Microsoft 365 bleiben

Wenn ein Wechsel in diesem Haushaltsjahr unrealistisch ist, die Risikobewertung aber trotzdem tragen muss.

Regulierte Branchen

Gesundheitswesen, Finanzsektor, öffentliche Stellen und Forschung, wo nicht die Frage ist, ob Daten in der Cloud liegen, sondern wer sie lesen könnte.

Unternehmen mit US-Abhängigkeiten

Wo DSGVO-Pflichten und ein US-Anbieter in derselben Architektur nebeneinander bestehen müssen.


Häufige Fragen

Funktioniert die Suche noch, wenn alles verschlüsselt ist?
Ja, für die von Ihnen berechtigten Personen. Das Gateway entschlüsselt auf dem Rückweg, Suche, Sortierung und Vorschauen verhalten sich wie gewohnt. Was wegfällt, ist die Möglichkeit des Anbieters, den Klartext für eigene Zwecke zu indexieren.
Wer hält die Schlüssel?
Sie. Erzeugung und Aufbewahrung bleiben auf Ihrer Seite des Gateways. Genau darum geht es: Käme der Anbieter an die Schlüssel, ließe er sich weiterhin zur Herausgabe lesbarer Daten verpflichten.
Macht das Microsoft 365 DSGVO-konform?
Es beseitigt das Risiko, dass der Anbieter Ihre Inhalte lesen oder offenlegen kann — den Teil der Bewertung, der sich am schwersten wegargumentieren lässt. Konformität bleibt eine Gesamtbeurteilung Ihrer Prozesse; Verschlüsselung verändert die technischen Tatsachen, auf denen sie ruht.
Was ist mit dem CLOUD Act?
Der CLOUD Act erfasst US-Anbieter unabhängig vom Standort des Rechenzentrums, auch sogenannte souveräne Cloud-Regionen. Ein Anbieter, der nur Chiffrat hält und keinen Zugriff auf die Schlüssel hat, kann nichts Lesbares herausgeben.
Wie lange dauert die Einführung?
Deutlich kürzer als eine Migration, weil nichts umzieht. Die Arbeit besteht darin, Dienste und Felder abzugrenzen, das Gateway einzubinden und die Abläufe zu testen, die Ihre Leute wirklich nutzen. Den Aufwand beziffern wir, nachdem wir Ihren Tenant gesehen haben.
Lässt sich das später mit souveränem Hosting kombinieren?
Ja, und viele tun genau das. Verschlüsselung schützt, was heute beim Hyperscaler liegt; souveränes Hosting holt Workloads mit der Zeit heraus. Beides sind Schritte auf demselben Weg, keine Alternativen.
Was passiert, wenn das Gateway ausfällt?
Es liegt im Datenpfad und wird deshalb redundant ausgelegt, wie jede andere Komponente, die kein Single Point of Failure sein darf. Dimensionierung und Failover gehören in die Abgrenzung am Anfang, nicht in eine Nachbetrachtung.
Welche Dienste lassen sich abdecken?
Microsoft 365, Google Workspace und AWS sind die häufigen Fälle. Das Gateway kann auch einzelne Felder in Cloud-Anwendungen abdecken statt ganzer Dokumente. Welche Ihrer Dienste sich lohnen, klären wir als Erstes.

Sehen Sie, wie das auf Ihrem Tenant aussähe

Sagen Sie uns, welche Dienste Sie betreiben und wo die Risikobewertung weh tut. Wir sagen Ihnen, was ein Gateway löst und was nicht — ehrlich, auch in den Fällen, in denen eine Migration die bessere Antwort ist.